Arthrose in den Fingern: Was hilft, wenn die Gelenke schmerzen und anschwellen?

Arthrose in den Fingern
Was hilft, wenn die Gelenke schmerzen und anschwellen?

Ein Glas öffnen, einen Schlüssel drehen oder einen Stift halten: Bei einer Fingerarthrose können selbst einfache Handgriffe schmerzhaft werden. Besonders belastend ist es, wenn die Fingergelenke anschwellen, warm werden oder sogar in Ruhe schmerzen. Dann kann eine entzündlich aktivierte Arthrose vorliegen.

Arthrose in den Fingern ist zwar nicht heilbar, aber die Beschwerden lassen sich häufig lindern. Bei einer anhaltenden Entzündung der Gelenkinnenhaut kann neben konservativen Maßnahmen auch eine gezielte nuklearmedizinische Behandlung mit einer Radiosynoviorthese (RSO) infrage kommen.

Was ist Fingerarthrose und wer ist betroffen?

Fingerarthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich der Gelenkknorpel verändert und zunehmend abgebaut wird. Besonders häufig sind Frauen ab etwa 50 Jahren betroffen. Eine wichtige Rolle spielt die familiäre Veranlagung.

RSO Dr. Martin Henninger, Dr. Rupert Schmid bei der Befundbesprechung Radiosynovirthese RSO. zwei ärzte mit grauen polos und weißen hosen

Dr. med. Martin Henninger und Dr. med. Rupert Schmid, Fachärzte für Radiologie und Nuklearmedizin, bei der Befundbesprechung

 

Der Gelenkknorpel sorgt normalerweise dafür, dass die Knochenenden möglichst reibungsarm aufeinander gleiten. Bei einer Arthrose verändern sich jedoch nicht nur die Knorpelflächen. Auch der darunterliegende Knochen, die Gelenkkapsel und die Gelenkinnenhaut können betroffen sein.

Im Verlauf entstehen häufig knöcherne Verdickungen. Sind mehrere Gelenke betroffen, sprechen Ärzte von einer Polyarthrose der Finger.

Frauen entwickeln eine Fingerarthrose deutlich häufiger als Männer, insbesondere nach den Wechseljahren. Neben genetischen und hormonellen Einflüssen können frühere Gelenkverletzungen eine Rolle spielen.

Nicht jede Fingerarthrose verursacht dauerhaft Schmerzen. Viele Betroffene erleben längere Phasen mit geringen Beschwerden. Kommt eine Entzündung hinzu, können die Schmerzen jedoch deutlich zunehmen.

Welche Formen gibt es: Heberden-Arthrose, Bouchard-Arthrose oder Rhizarthrose?

Die Formen der Fingerarthrose werden danach benannt, welche Gelenke betroffen sind.

Arthrose in den Fingern: Heberden-Arthrose an den Fingerendgelenken, Bouchard-Arthrose an den Fingermittelgelenken und Rhizarthrose am Daumensattelgelenk

Heberden-Arthrose: Fingerendgelenke

Die Heberden-Arthrose betrifft die kleinen Gelenke unmittelbar vor den Fingernägeln. Typisch sind knöcherne Verdickungen, sogenannte Heberden-Knoten. Die Gelenke können schmerzen, anschwellen und sich im Verlauf sichtbar verformen.

Bouchard-Arthrose: Fingermittelgelenke

Bei der Bouchard-Arthrose sind die mittleren Fingergelenke betroffen. Neben Verdickungen treten häufig Schmerzen beim Greifen und eine eingeschränkte Beweglichkeit auf. Auch hier können mehrere Finger gleichzeitig betroffen sein.

Rhizarthrose: Daumensattelgelenk

Die Rhizarthrose bezeichnet eine Arthrose an der Daumenwurzel. Besonders das Öffnen von Flaschen, das Drehen eines Schlüssels oder das Greifen kleiner Gegenstände kann schmerzhaft werden.

Auch am Daumensattelgelenk können entzündliche Veränderungen auftreten. Hält eine solche Entzündung trotz Behandlung an, kann auch hier eine Radiosynoviorthese infrage kommen. Welche Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der individuellen Gelenksituation ab.

Woran erkenne ich, dass ich Arthrose in den Fingern habe?

Typische Symptome einer Fingerarthrose sind Schmerzen bei Bewegung, eine kurze Morgensteifigkeit und zunehmend verdickte Fingergelenke. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Häufige Anzeichen sind:

  • Anlaufschmerzen: Nach längeren Ruhephasen schmerzen die ersten Bewegungen. Häufig bessern sich die Beschwerden, sobald die Finger wieder bewegt werden.
  • Morgensteifigkeit: Die Finger fühlen sich nach dem Aufstehen steif an. Bei Arthrose dauert dies häufig weniger als 30 Minuten.
  • Verdickte Fingergelenke: Knöcherne Veränderungen werden als Knoten sichtbar oder tastbar.
  • Schmerzen beim Greifen: Schreiben, Knöpfe schließen oder Gläser öffnen fällt zunehmend schwer.
  • Kraftverlust: Gegenstände lassen sich nicht mehr so sicher halten.
  • Bewegungseinschränkungen: In fortgeschrittenen Stadien können einzelne Finger schlechter gebeugt oder gestreckt werden.

Typisch ist ein wechselhafter Verlauf. Manche Tage sind nahezu beschwerdefrei, an anderen schmerzen die Gelenke deutlich stärker.

Die Stärke der Beschwerden hängt nicht immer vom sichtbaren Gelenkverschleiß ab. Eine zusätzliche Entzündung kann auch bei weniger ausgeprägten Knorpelschäden erhebliche Schmerzen verursachen.

Weitere Informationen zur Abklärung von Gelenkbeschwerden finden Sie in unserem Beitrag Gelenkverletzungen: Symptome und Behandlung.

Warum ist mein Fingergelenk plötzlich geschwollen, rot und warm?

Wenn ein Fingergelenk anschwillt, sich warm anfühlt und stärker schmerzt, kann eine aktivierte Arthrose dahinterstecken. Dabei kommt zum bestehenden Gelenkverschleiß eine Entzündung der Gelenkinnenhaut hinzu.

Die Gelenkinnenhaut, medizinisch Synovialis genannt, kleidet das Gelenk von innen aus und produziert Gelenkflüssigkeit. Entzündet sie sich, sprechen Ärzte von einer Synovitis. Diese Entzündung kann zu Schwellungen, Überwärmung, Druckempfindlichkeit und Schmerzen auch in Ruhe führen.

Eine besonders entzündliche Verlaufsform ist die erosive Fingerarthrose. Sie kann mit ausgeprägten Entzündungsschüben und charakteristischen Veränderungen des gelenknahen Knochens einhergehen.

Warum ist die Entzündung für die Behandlung so wichtig?

Bereits geschädigter Gelenkknorpel lässt sich mit den verfügbaren Therapien nicht wiederherstellen. Eine anhaltende Entzündung der Gelenkinnenhaut kann dagegen gezielt behandelt werden.

Bei geeigneter Indikation kann dafür auch eine Radiosynoviorthese infrage kommen. Sie richtet sich gegen die entzündete Gelenkinnenhaut und nicht gegen den Knorpelverschleiß selbst.

Wichtig: Ein plötzlich stark gerötetes, heißes und sehr schmerzhaftes Fingergelenk muss dringend ärztlich untersucht werden. Das gilt insbesondere bei Fieber, damit eine erregerbedingte Entzündung abgeklärt wird. Davon abzugrenzen ist auch ein akuter Gichtanfall.

Ist es Arthrose oder Rheuma?

Fingerarthrose und entzündlich rheumatische Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen. Die Ursachen unterscheiden sich jedoch und damit auch die erforderlichen Behandlungen.

Bei der Fingerarthrose stehen degenerative Gelenkveränderungen im Vordergrund. Die rheumatoide Arthritis ist dagegen eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung.

Merkmal Fingerarthrose Rheumatoide Arthritis
Häufig betroffene Gelenke Fingerend- und Fingermittelgelenke Fingergrund- und Fingermittelgelenke
Morgensteifigkeit Häufig unter 30 Minuten Häufig länger als 30 bis 60 Minuten
Schwellung Oft knöcherne Verdickungen, bei Aktivierung zusätzlich entzündlich Häufig weiche, entzündliche Schwellungen
Verlauf Meist schleichend, mit schmerzhaften Phasen Chronisch entzündlich, häufig mehrere Gelenke

Diese Merkmale liefern Hinweise, reichen allein aber nicht für eine sichere Diagnose aus. Auch eine Psoriasis-Arthritis, eine Gelenkentzündung im Zusammenhang mit Schuppenflechte, kann die Finger betreffen.

Bei unklaren Beschwerden helfen die ärztliche Untersuchung, gegebenenfalls Blutuntersuchungen und eine gezielte Bildgebung, die Ursache einzugrenzen.

Die Unterscheidung ist entscheidend: Entzündlich rheumatische Erkrankungen benötigen häufig eine spezifische medikamentöse Behandlung. Eine lokal begrenzte Gelenkentzündung kann zusätzlich andere Behandlungsverfahren erfordern.

Wie wird Fingerarthrose diagnostiziert?

Die Diagnose einer Fingerarthrose beginnt mit der ärztlichen Untersuchung. Entscheidend sind die Beschwerden, die betroffenen Gelenke und mögliche Entzündungszeichen. Bildgebende Verfahren helfen dabei, den Gelenkverschleiß und eine zusätzliche Entzündung genauer zu beurteilen.

Röntgen: Veränderungen an Knochen und Gelenken erkennen

Auf Röntgenbildern lassen sich typische Arthrosezeichen erkennen. Dazu gehören eine Verschmälerung des Gelenkspalts, knöcherne Anbauten und Veränderungen des gelenknahen Knochens. Ob die Gelenkinnenhaut aktuell entzündet ist, lässt sich damit jedoch nicht zuverlässig feststellen. Mehr dazu auf unserer Seite Röntgen.

Ultraschall: Entzündungen sichtbar machen

Mit einer Ultraschalluntersuchung können Gelenkergüsse und Verdickungen der Gelenkinnenhaut erkannt werden. Die Dopplersonographie kann zusätzliche Hinweise auf eine erhöhte Durchblutung und damit auf entzündliche Aktivität liefern.

MRT: Gelenke und Weichteile detailliert beurteilen

Die Magnetresonanztomographie ermöglicht eine genaue Darstellung von Knochen, Knorpel und Weichteilen. Bei bestimmten Fragestellungen kann ein MRT mit Kontrastmittel sinnvoll sein, um eine Entzündung der Gelenkinnenhaut genauer zu beurteilen. Mehr dazu auf unserer Seite MRT der Gelenke.

Skelettszintigraphie: Stoffwechselaktivität untersuchen

Die Skelettszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren. Sie kann Bereiche mit erhöhtem Knochenstoffwechsel sichtbar machen und bei ausgewählten Fragestellungen ergänzende Informationen liefern. Eine erhöhte Aktivität bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Synovitis vorliegt.

Für die Planung einer Radiosynoviorthese ist entscheidend, ob eine behandlungsbedürftige Entzündung der Gelenkinnenhaut vorliegt. Welche Bildgebung dafür sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund ab. Nicht jeder Patient benötigt sämtliche Untersuchungen.

Welche Behandlung hilft bei Fingerarthrose?

Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden und der aktuellen Krankheitsphase. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Hände im Alltag möglichst gut nutzen zu können.

Bewegung und Ergotherapie

Regelmäßige, schonende Bewegungsübungen können die Beweglichkeit unterstützen und die Handfunktion verbessern. Ergotherapeutische Maßnahmen vermitteln außerdem gelenkschonende Bewegungsabläufe und praktische Hilfen für den Alltag.

Wärme und Kälte

Bei steifen Gelenken ohne akute Entzündung empfinden viele Betroffene Wärme als angenehm. Sind die Fingergelenke dagegen geschwollen oder überwärmt, kann Kälte die Beschwerden lindern.

Medikamente und Schienen

Entzündungshemmende Schmerzgele gehören zu den wichtigen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten. Bei stärkeren Beschwerden kommen gegebenenfalls auch Medikamente zum Einnehmen infrage. Dabei müssen mögliche Nebenwirkungen und Vorerkrankungen berücksichtigt werden.

Schienen oder andere Hilfsmittel können einzelne Gelenke entlasten. Besonders bei einer Rhizarthrose sind geeignete Orthesen häufig sinnvoll.

Kortisoninjektionen werden bei Handarthrose nicht grundsätzlich empfohlen, können aber in ausgewählten Fällen, beispielsweise bei schmerzhaften Fingermittel- oder Fingerendgelenken, erwogen werden.

Welche Behandlung passt zu welcher Phase?

Beschwerdesituation Mögliche Behandlung
Steife Finger ohne akute Entzündung Bewegungsübungen, Ergotherapie, Wärme
Schmerzen beim Greifen Gelenkschutz, Hilfsmittel, entzündungshemmende Schmerzgele
Akut geschwollene Gelenke Ärztliche Abklärung, Kühlung und gegebenenfalls entzündungshemmende Behandlung
Wiederkehrende Entzündungsschübe Gezielte Diagnostik und Anpassung der Therapie
Anhaltende Synovitis trotz bisheriger Behandlung Prüfung einer Radiosynoviorthese bei geeigneter Indikation
Schwere Gelenkschäden mit erheblicher Funktionseinschränkung Handchirurgische Beurteilung

Bei fortgeschrittener Fingerarthrose kann eine Operation infrage kommen, beispielsweise eine Gelenkversteifung oder in ausgewählten Fällen ein Gelenkersatz.

Wann kommt eine Radiosynoviorthese bei Fingerarthrose infrage?

Eine Radiosynoviorthese (RSO) kann bei Fingerarthrose infrage kommen, wenn eine chronische Entzündung der Gelenkinnenhaut besteht (länger als drei Monate) und bisherige Behandlungen keine ausreichende Besserung gebracht haben. Das nuklearmedizinische Verfahren setzt gezielt an dieser Entzündung an. Behandeln können wir damit die Fingerend- und Fingermittelgelenke ebenso wie das Daumensattelgelenk bei einer Rhizarthrose.

Bei einer aktivierten Arthrose liegt neben dem Gelenkverschleiß eine Synovitis vor. Diese kann anhaltende Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen verursachen.

Die Nuklearmedizinerinnen und Nuklearmediziner der Radiologie München Süd West bieten am Standort Fürstenrieder Straße die Radiosynoviorthese zur Behandlung chronisch entzündlicher Gelenkerkrankungen und aktivierter Arthrose an.

Wie funktioniert die Radiosynoviorthese?

Bei der RSO wird eine geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Die abgegebene Betastrahlung wirkt überwiegend im Bereich der entzündeten Gelenkinnenhaut. Dadurch kann die chronische Entzündungsaktivität zurückgehen.

Ziel ist es, Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren und die Gelenkfunktion zu verbessern. Die Behandlung erfolgt minimalinvasiv. Das Gelenk muss dafür nicht operativ eröffnet werden.

Wichtig: Die RSO behandelt nicht den Knorpelverschleiß selbst. Sie ist eine zusätzliche Therapieoption bei einer anhaltenden Entzündung der Gelenkinnenhaut. Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, wird fachärztlich entschieden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Eine RSO kann insbesondere erwogen werden, wenn:

  • eine chronische Synovitis vorliegt,
  • die Beschwerden trotz angemessener bisheriger Behandlung anhalten,
  • das betroffene Gelenk für das Verfahren geeignet ist
  • und die Indikation durch ärztliche Untersuchung und geeignete Bildgebung gesichert wurde (Skelettszintigraphie oder MRT mit Kontrastmittel).

Häufig wird eine RSO erst nach mehreren Monaten anhaltender Entzündung trotz konservativer Behandlung geprüft. Eine starre Dreimonatsgrenze gilt jedoch nicht für jede Erkrankung und jedes Gelenk.

So läuft die Radiosynoviorthese bei uns ab

  • RSO Dr. Martin Henninger, Dr. Rupert Schmid bei der Befundbesprechung Radiosynovirthese RSO. zwei ärzte mit grauen polos und weißen hosen

    1. Untersuchung und Aufklärung

    Zunächst beurteilen unsere Nuklearmedizinerinnen und Nuklearmediziner Ihre Beschwerden und die Vorgeschichte und sichten vorliegende Untersuchungsergebnisse. Sie erklären den Ablauf sowie mögliche Risiken und Gegenanzeigen. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und Sorgen.

    RSO Dr. Martin Henninger, Dr. Rupert Schmid bei der Befundbesprechung Radiosynovirthese RSO. zwei ärzte mit grauen polos und weißen hosen
  • Das Bild zeigt einen Patienten bei einer RSO Untersuchung mit Dr. med Rupert Schmid in der Radiologie München Süd West. Unter der Leitung von Dr. Bauer ist die Praxis auf moderne RSO-Diagnostik und strahlungsfreie MRT-Untersuchungen spezialisiert.

    2. Gezielte Injektion

    Das radioaktive Arzneimittel wird unter sterilen Bedingungen direkt in das betroffene Gelenk eingebracht. Bei kleinen Fingergelenken ist eine besonders präzise Platzierung erforderlich, die mit geeigneter Bildgebung kontrolliert werden kann.

    Das Bild zeigt einen Patienten bei einer RSO Untersuchung mit Dr. med Rupert Schmid in der Radiologie München Süd West. Unter der Leitung von Dr. Bauer ist die Praxis auf moderne RSO-Diagnostik und strahlungsfreie MRT-Untersuchungen spezialisiert.
  • Dr. martin Henninger bei der RSO Radiosynovirthose. Er ht eine Nadel in der linken Hand , vor ihm liegt eine desifinzierte Hand. Er trägt Mundschutz.

    3. Ruhigstellung

    Nach der Behandlung wird das Gelenk in der Regel für etwa 48 Stunden ruhiggestellt. Gelegentlich erhalten Sie dafür eine kleine Schiene. Sie verringert vor allem das Risiko, dass das Präparat aus dem Gelenk austritt.

    Dr. martin Henninger bei der RSO Radiosynovirthose. Er ht eine Nadel in der linken Hand , vor ihm liegt eine desifinzierte Hand. Er trägt Mundschutz.
  • Das Bild zeigt Dr. med Rupert Schmid und Dr. med Martin Henninger im RSO Untersuchungsraum in der Radiologie München Süd West. Unter der Leitung von Dr. Bauer ist die Praxis auf moderne RSO-Diagnostik und strahlungsfreie MRT-Untersuchungen spezialisiert.

    4. Nachkontrolle

    Die Wirkung entwickelt sich allmählich. Ob und wann eine Kontrolluntersuchung sinnvoll ist, legen wir individuell mit Ihnen fest, meistens nach etwa drei bis vier Monaten.

    Das Bild zeigt Dr. med Rupert Schmid und Dr. med Martin Henninger im RSO Untersuchungsraum in der Radiologie München Süd West. Unter der Leitung von Dr. Bauer ist die Praxis auf moderne RSO-Diagnostik und strahlungsfreie MRT-Untersuchungen spezialisiert.

Wann wirkt die Radiosynoviorthese?

Die Wirkung setzt nicht unmittelbar ein. Eine erste Besserung kann sich nach etwa zwei bis vier Wochen zeigen. Die entzündungshemmende Wirkung entwickelt sich häufig über mehrere Monate und kann nach etwa drei bis sechs Monaten vollständig ausgeprägt sein.

Bei erfolgreicher Behandlung kann die Beschwerdelinderung länger anhalten. Wie stark und wie lange ein Patient profitiert, hängt unter anderem von der Erkrankung, der Entzündungsaktivität und den bereits vorhandenen Gelenkschäden ab.

Diese Zeitangaben sind allgemeine Orientierungswerte aus der Anwendung der RSO und keine gesicherte Prognose speziell für kleine Fingergelenke.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Leistungsseite RSO: Radiosynoviorthese in München.

Wie bekomme ich einen Termin für eine RSO in München?

Wenn Ihre Fingergelenke seit längerer Zeit schmerzen, immer wieder anschwellen oder trotz bisheriger Behandlung entzündet bleiben, kann eine gezielte fachärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Einen Termin für die Radiosynoviorthese vereinbaren Sie bitte telefonisch unter 089 461331510. Eine Online-Buchung ist für die RSO nicht möglich. Denn bevor wir behandeln, prüfen immer zuerst unsere Nuklearmedizinerinnen und Nuklearmediziner, ob eine RSO bei Ihnen überhaupt infrage kommt.

So geht es Schritt für Schritt weiter:

  1. Sie rufen uns an. Wir besprechen kurz Ihre Beschwerden und sagen Ihnen, welche Unterlagen Sie mitbringen sollten.
  2. Ärztliche Abklärung. Im persönlichen Gespräch beurteilt ein Arzt Ihre Befunde und Bilder und klärt, ob eine chronische Entzündung der Gelenkinnenhaut vorliegt und ob sich das betroffene Gelenk für die RSO eignet. Fehlt dafür noch eine Untersuchung, etwa ein MRT mit Kontrastmittel oder eine Skelettszintigraphie, planen wir diese gegebenenfalls mit Ihnen.
  3. Behandlungstermin. Erst wenn die RSO für Sie sinnvoll und möglich ist, vereinbaren wir gemeinsam den Termin für die Behandlung.

Bringen Sie zur Abklärung nach Möglichkeit vorhandene Untersuchungsbefunde, Röntgenbilder oder MRT-Aufnahmen sowie eine aktuelle Medikamentenliste mit. Besonders wichtig sind Angaben zu blutverdünnenden Medikamenten. Ob eine Überweisung erforderlich ist, erfahren Sie am Telefon.

Ihre Ansprechpartner für die Radiosynoviorthese am Standort Fürstenrieder Straße sind Dr. med. Rupert Schmid und Dr. med. Martin Henninger, Fachärzte für Radiologie und Nuklearmedizin, sowie Dr. med. Niklas Manthey, Facharzt für Nuklearmedizin.

FAQ Icon: Sprechblasen mit Fragezeichen

Häufige Fragen zur Fingerarthrose und Radiosynoviorthese

Kann ich eine Fingerarthrose durch die Ernährung beeinflussen?

Können Nahrungsergänzungsmittel wie Kollagen Fingerarthrose heilen?

Muss ich vor einer Radiosynoviorthese blutverdünnende Medikamente absetzen?

Ist eine Radiosynoviorthese während der Schwangerschaft möglich?

Kann eine Radiosynoviorthese wiederholt werden, wenn die Entzündung zurückkehrt?

Kann ich nach einer RSO wieder mit Handgymnastik beginnen?

Können mehrere Fingergelenke in einer Sitzung mit RSO behandelt werden?

Schmerzende und entzündete Fingergelenke? Lassen Sie Ihre Behandlungsmöglichkeiten abklären.

Rufen Sie uns an. Wir klären zuerst ärztlich, ob hinter Ihren Beschwerden eine aktivierte Arthrose steckt und ob eine Radiosynoviorthese für Sie infrage kommt. Erst danach planen wir mit Ihnen die Behandlung. Alle Informationen zur Therapie finden Sie auf unserer Seite Radiosynoviorthese (RSO) in München.

Radiologie München Süd West
Nuklearmedizin und Radiosynoviorthese
Fürstenrieder Straße 62
80686 München
Telefon: 089 461331510