Interventionelle Schmerztherapie

Diese Leistung finden Sie an folgenden Standorten:

München West

Unsere Ärzte für diese Leistung:

Dr. Bauer , Dr. Grimm , Dr. Manthey

Interventionelle Schmerztherapie
 
Im Rahmen der interventionellen Schmerztherapie können wir Ihnen die Facetteninfiltration (Facettenblockade), die Periradikuläre Therapie (PRT) sowie insbesondere auch die Radiosynoviorthese (RSO) anbieten.

 

Facetteninfiltration und Periradikuläre Therapie (PRT)

Sowohl die Facetteninfiltration als auch die Periradikuläre Therapie (PRT) kommen als Behandlungsoption bei chronischen oder akuten Beschwerden der Lendenwirbelsäule mit oder ohne Ausstrahlung in die Beine  in Frage.  Zur Entscheidung ob und wenn ja welche Art der Therapie in notwendig ist, sowie zur genauen Lokalisation des erkrankten Bandscheibensegmentes benötigen wir eine aktuelle MRT oder CT Untersuchung der Lendenwirbelsäule. Die Behandlung wird im Liegen im CT (Computertomographen) durchgeführt. So ist es möglich durch wiederholte Bildkontrolle der Nadelposition eine sehr exakte Platzierung am erkrankten Wirbelgelenk oder der betroffenen Nervenwurzel zu gewährleisten. So wird nur dieser Bereich lokal und minimal invasiv behandelt. Gewöhnlich wird ein Medikament zur Entzündungshemmung (Kortikoid) sowie ein Lokalanästhetikum gespritzt. Die Strahlendosis ist während der Untersuchung aufgrund des kleinen Untersuchungsbereichs und eines besonders strahlensparenden Programms äußerst gering. Da es sich um einen, wenn auch kleinen, invasiven Eingriff handelt, wird vor der Untersuchung mit Ihnen ein ausführliches Aufklärungsgespräch geführt, konkrete Fragen ihrer Seite können dabei besprochen werden. Am Behandlungstag bitten wir Sie die Laborwerte für die Blutgerinnung mitzubringen (Thrombozyten, Quickwert/INR). Sie müssen nicht nüchtern sein, sollten aber unmittelbar vor der Behandlung nur leichte Dinge zu sich nehmen. Die Behandlung selbst dauert ca. 15-20 Minuten. Nach der Untersuchung können Sie, nach einer kurzen Überwachungsphase von ca. 30 Minuten im Regelfall ohne Einschränkung nachhause gehen. Häufig bemerken die Patienten bereits unmittelbar nach der Prozedur eine deutliche Besserung der Beschwerden. Zur Erreichung des vollen Therapieerfolges ist aber manchmal eine zwei- bis dreifache Wiederholung der Untersuchung im Abstand von einigen Tagen notwendig. Die privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten in aller Regel, gesetzlich versicherte Patienten benötigen entweder einen Überweisungsschein eines  zugelassenen Schmerztherapeuten oder können die Leistungen  als Selbstzahler in Anspruch nehmen.

 

Radiosynoviorthese (RSO):

Die RSO ist die einzige lokale Therapieform, bei der in der Regel mit einer einmaligen Injektion in ein betroffenes Gelenk eine chronische, für mindestens 3 Monate therapieresistente Entzündung (Synovialitis) der Gelenkinnenhaut (Synovia) wirksam durch Bestrahlung in der Regel ausgeschaltet, aber zumindest wirksam eingedämmt werden kann. Diese Therapie ist weitgehend unabhängig von der Grunderkrankung. Häufigste Einsatzgebiete sind:

  • Systemisch bedingte Arthritis ( Monarthritis, Polyarthritis, Psoriasis, reaktiv bei Borreliose, Enteritis) mit therapieresistenten Gelenkentzündungen trotz Basismedikation, bei fehlender Möglichkeit einer Basismedikation
  • PVNS (pigmentierte villonoduläre Synovialitis) 4 bis 6 Wochen nach Synovektomie
  • Chronischer Reizerguss
  • Chronische Synovialitis bei/nach Prothesenimplantation
  • Hämophilie (chron. Entzündung durch Einbluten in ein Gelenk)

Die Indikation zur RSO sollte immer durch den behandelnden Nuklearmediziner in enger Absprache mit den mitbehandelnden Rheumatologen und/oder Orthopäden erfolgen. Voraussetzung für die RSO ist der positive Nachweis der Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialitis), in der Regel durch eine aktuelle Skelettszintigraphie oder in Einzelfällen durch die Kernspintomographie (MRT) mit Kontrastmittel nachgewiesen.