Nierenszintigraphie

Nierenszintigraphie:

Die Nierenszintigraphie ist die einzige Untersuchungstechnik, bei der in einem Untersuchungsgang sowohl die Gesamtfunktion der Niere, eine seitengetrennte Beurteilung jeder einzelnen Niere, als auch eine ml genau Beurteilung der Ausscheidungsfunktion und der Abflussverhältnisse abgeklärt werden kann. Selbst bei einem deutlich erhöhten Kreatininwert, bei dem eine Röntgen- oder Computertomographie mit Kontrastmittel nicht mehr durchgeführt werden darf,  kann die Nierenszintigraphie noch angewendet werden.  Für diese Untersuchung wird ein Radiopharmakon bei laufender Kamera in eine Armvene injiziert und sog. sequenzielle Aufnahmen beider Nieren einschl. der Blase über einen Zeitraum von 40 Minuten angefertigt. Typische Indikationsstellungen sind:

  • Harnabflussbehinderungen durch z.B. Ureterabgangsstenosen, Kontrollen nach Harnleiterschienung
  • Nierenfunktionsprüfung bei Schrumpfnieren, Lageanomalien wie z.B. Beckennieren, Nierenanomalien oder Nierentumoren vor geplanter OP/ Chemotherapie
  • Unklare Nierenfunktionsstörung, unklare Kreatininwerterhöhung
  • Nierenarterienstenose (NAST) als Ursache eines sog. renalen Hypertonus.