Schilddrüsenszintigraphie

Schilddrüsenszintigraphie:

Bei der Schilddrüsenszintigraphie wird nach Injektion von reinem  Tc-99m nach ca. 10 Minuten Wartezeit eine Aufnahme der Radioaktivitätsverteilung im Schilddrüsenorgan angefertigt. Diese spiegelt wider, wie, wo und in welchem Ausmaß in der Schilddrüse der Hormonstoffwechsel stattfindet. Somit können unter anderem sonographisch festgestellte Strukturveränderungen wie z.B. Knoten ab einer bestimmten Größe (ab 1 cm im Querdurchmesser) oder Volumen (ab 1 ml) abgeklärt werden und bezüglich ihrer Funktion in sog. heiße oder kalte Knoten eingeteilt werden. Heiß bedeutet vermehrte Radioaktivitätsspeicherung und somit vermehrter Hormonstoffwechsel, was ein Zeichen für eine Schilddrüsenautonomie sein kann. Diese Knoten können in der Regel nicht entarten. Man kann aber das klinische Ausmaß bezüglich einer Schilddrüsenüberfunktion festlegen. Kalt bedeutet keine Radioaktivitätsaufnahme, also kein Hormonstoffwechsel.  Diese Knoten gehören engmaschig kontrolliert, da sie entarten können oder sich schon zu einem  Malignom umgebaut haben. Bei unklarem Befund sollten diese Knoten  gegeben falls mittels Feinnadelbiopsie (FNP), mittels Duplexsonographie zur Beurteilung einer vermehrten Durchblutung oder mittels MIBI-Szintigraphie zur Beurteilung ihrer Stoffwechselaktivität weiter abgeklärt werden. Weitere Indikationen für eine Schilddrüsenszintigraphie sind z.B. die Abklärung einer unklaren Hyperthyreose oder Hypothyreose, einer  Autoimmunthyreoiditis vom Typ M. Basedow oder auch vom Typ Hashimoto, einer subakuten Thyreoiditis de Quervain, Ausmaß einer Struma, Nachweis von ektopen Schilddrüsengewebe, Abklärung vor einer Schilddrüsenoperation  oder Vor- und Nachuntersuchung einer Radiojodtherapie.